Behördenbriefe

Brief von der Ausländerbehörde: Was du wissen musst

1. Juni 2026 · 7 Min. Lesezeit

Die Ausländerbehörde (auch Ausländeramt) ist für alle Fragen rund um den Aufenthalt von Nicht-EU-Bürgern in Deutschland zuständig. Wenn Post von dort kommt, ist es wichtig, schnell und richtig zu reagieren. Hier erklären wir die häufigsten Briefe.

Die häufigsten Briefe der Ausländerbehörde

1. Einladung zur Vorsprache

Du wirst gebeten, persönlich zu einem Termin zu erscheinen. Im Brief steht Datum, Uhrzeit und was du mitbringen musst (Reisepass, Mietvertrag, Gehaltsnachweis, Fotos etc.). Diesen Termin darfst du nicht verpassen, sonst kann dein Aufenthaltstitel gefährdet sein.

2. Aufenthaltstitel-Bescheid

Dieser Brief informiert dich, ob dein Aufenthaltstitel (z.B. Aufenthaltserlaubnis, Blue Card, Niederlassungserlaubnis) bewilligt, verlängert oder abgelehnt wurde. Bei einer Ablehnung hast du in der Regel einen Monat Zeit für einen Widerspruch.

3. Fiktionsbescheinigung

Wenn du einen Antrag auf Verlängerung gestellt hast, aber die Bearbeitung noch läuft, bekommst du eine Fiktionsbescheinigung. Sie bestätigt, dass du dich weiterhin legal in Deutschland aufhältst, bis eine Entscheidung getroffen wird.

4. Aufforderung zur Passbeschaffung

Die Behörde fordert dich auf, einen gültigen Reisepass vorzulegen. Ohne gültigen Pass kann dein Aufenthaltstitel nicht verlängert werden.

5. Ausreiseaufforderung

Wird dein Aufenthaltstitel nicht verlängert, erhältst du eine Ausreiseaufforderung mit Frist. Hier solltest du sofort rechtliche Beratung suchen.

Welche Dokumente musst du bereithalten?

  • Gültiger Reisepass
  • Biometrische Passfotos
  • Mietvertrag oder Wohnungsgeberbescheinigung
  • Arbeitsvertrag oder Gehaltsabrechnungen
  • Krankenversicherungsnachweis
  • Nachweis über Sprachkenntnisse (Zertifikat)

Tipps für den Umgang mit der Ausländerbehörde

  1. Fristen einhalten: Stelle deinen Verlängerungsantrag rechtzeitig, am besten 2-3 Monate vor Ablauf.
  2. Alle Unterlagen mitbringen: Fehlende Dokumente führen zu neuen Terminen und Verzögerungen.
  3. Briefe aufbewahren: Hebe jede Korrespondenz auf, du könntest sie später brauchen.
  4. Dolmetscher mitnehmen: Du darfst eine Vertrauensperson oder einen Übersetzer mitbringen.

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